Wie man dem Protkoll der letzten Taxibesprechung entnehmen kann, wurde dort von Seiten der Lü vorgeschlagen, für den Bahnhof einen behördlichen Dienstplan einzuführen. Vorbild ist hier Hannover. Link zum Protokoll der Besprechung
Für solch eine Forderung gibt es sicher verschiedene Gründe und Motivationen. Die mögen im Wettbewerb unter den großen und diversen kleinen Zentralen liegen, aber auch in dem Qualitätseindruck und der Sicht der Lü GF, dass Beschwerden über Vorfälle am Bahnhof regelmäßig an sie herangetragen werden und auf sie zurückfallen.
Mein persönlicher Eindruck, zumindest von den Nacht- und Wochenendschichten ist, dass sich das Klima und die gebotene Qualität in den letzen Jahren dramatisch verschlechtert hat. Erinnert sei an den Fall Ahmed D., unter dem ja mehr oder weniger alle Nachtfahrer gelitten haben, oder aktuell an den Vorfall um W. K. hier lesen, dessen Auslöser offensichtlich in der weit verbreiteten Disziplinlosigkeit am Bahnhof (aufziehen) auf der einen und persönlicher Unbeherrschtheit auf der anderen Seite zu suchen ist.
Die zunehmende Aggressivität, insbesondere am Bahnhof, ist nur mit Zwangsmitteln beizukommen. und zwar, indem man dafür sorgt, dass diejenigen, die vom Bahnhof fahren, dort dann auch genug zu tun haben.
Es gibt keinen Rechtsanspruch für bestimmte Fahrergruppen, auch, wenn das Einige glauben mögen, sich am Bahnhof bereitzuhalten. Es gibt aber definitv zu wenig Platz, um alle Taxiunternehmer im Lübecker Gewerbe gleichzeitig und zu den "besten" Zeiten am Bahnhofsgeschäft beteiligen zu können.
Da es definitiv nicht mehr Platz am Bahnhof geben wird, muss über eine Regelung per Dienstplan nachgedacht werden.
Dies kann natürlich keine Wunschkonzert werden und wird sich den ein oder anderen auch von liebgewonnen Gewohnheiten verabschieden lassen müssen. Davon abgesehen ergäben sich jedoch auch deutlich Vorteile, nämlich weniger Arbeitszeit bei gleichem Umsatz für Unternehmer ohne jedes Eigengeschäft oder Funk.
Denkbar wäre in Lübeck die Aufteilung der Fahrzeuge in drei Gruppen. Das heisst, Anfahrerlaubnis alle drei Tage pro Konzession.
Somit hätten täglich etwa 85 Taxen Zugang zum Bahnhof. Bedenkt man, dass davon etwa die Hälfte Funktaxen sind und ein entsprechender Teil auch über Eigengeschäft verfügt, sowie schätzungsweise ein Drittel ohnehin kein Interesse am Bahnhof hat, ergibt sich eine tatsächliche tägliche Maximalpräsenz, die deutlich unter der heutigen Anzahl der Fahrzeuge liegt.
Dies wird nachvollziehbar zu kürzeren Umlaufzeiten pro Fahrzeug führen und somit zu gleichem Umsatz pro Fahrzeug bei geringerem Zeitaufwand.
So liebe Leser. Und nun erstmal tief einatmen, nachdenken und das Gelesene verstehen und dann erst schreien. 